Hörbücher


HÖRBÜCHER : Ein Hörbuch ist ein von einer oder mehreren Personen gesprochener beziehungsweise gespielter Text in beliebiger Form und beliebigen Genres, der auf einem beliebigen Trägermedium gespeichert ist. Hörbücher werden in der Regel von Hörbuchverlagen oder von Blindenbüchereien herausgegeben. Ein Hörbuch lebt von der Stimme des Sprechers. Die Stimme kann den Zuhörer fesseln, bei der Hand nehmen, faszinieren. Der Sprecher ist der Vermittler zwischen Text und Hörer. Das Hörbuch als auditives Medium kann in Form einer Lesung, eines Hörspiels oder Features gestaltet sein. Das Hörbuch lässt die alte Tradition des Erzählens wieder aufblühen, die durch die Erfindung der Drucktechnik zurückgedrängt wurde. Das geschriebene Wort war zwar der Interpretation des Sprechens beraubt, hatte dafür aber den Vorteil, jederzeit verfügbar zu sein. Erst die Erfindung von Tonträgern wie der Schallplatte konnte diese Entwicklung teilweise wieder umkehren. Bis in die 1970er-Jahre sprach man von der "Sprechplatte", ab den 1980er-Jahren von der "Hörspielkassette". Mitte der 1990er-Jahre kam der englische Ausdruck "Audiobook" auf, der später durch "Hörbuch" ersetzt wurde. Damit sind alle aktuellen und auch künftige Trägermedien berücksichtigt. Die einzelnen Genres des Hörbuchs lassen sich je nach Betrachtungsweise unterschiedlich aufteilen. Analog zum Hörfunk lassen sich die drei Hauptgenres: Lesung, Hörspiel und Feature unterscheiden. Bei der Lesung wird der Text durch einen einzigen Sprecher vorgelesen. Dabei wird unterschieden zwischen Autorenlesung und Lesung durch einen professionellen Sprecher oder Schauspieler. Eine besondere Art des Lesen ist das sogenannte "Voice-Switching", bei dem der Sprecher jeder Figur eine eigene Stimme verleiht, die sich von den anderen beispielsweise in Tonlage oder Dialekt unterscheidet. Die Lesung kommt für alle Arten von schriftlichen Texten in Frage. Charakteristisch für das Hörspiel sind die Besetzung der Sprechrollen durch mehrere Sprecher und der verstärkte Einsatz gestalterischer Elemente wie Musik und Geräusche. Oft übernimmt im Hörspiel eine Erzählstimme die Aufgabe, nur Gedachtes zu äußern, Handlungsstränge zusammenzufassen oder Szenenwechsel anzukündigen. Dies ist notwendig, weil die rein akustische Inszenierung des Geschehens Nonverbales nicht abbildet. Grundlage für Hörspiele sind in der Regel fiktionale Stoffe. Das Feature ist im Gegensatz zum Hörspiel ein dokumentarisches Genre und beinhaltete Elemente wie Interviews, Berichte, Reportagen und Kommentare. Einfache Dokumentationen können Zusammenschnitte historischer Tonaufnahmen zu einem bestimmten Thema oder Zeitraum sein. Strenggenommen spricht man erst bei einem gewissen künstlerischen Anspruch von einem "Feature". Der Buchhandel orientiert sich bei der Aufteilung von Segmenten am gedruckten Werk und unterscheidet: Belletristik (Romane, Erzählungen, Klassiker, Drama, Krimis und Thriller, Märchen und Sagen, Fantasy und Science Fiction, Kabarett und Humor) Lyrik Sachbuch (Wissenschaft, Religion und Philosophie, Politik, Psychologie, Technik, Wirtschaft, Kunst, Geschichte und Zeitgeschichte) Ratgeber (Beruf und Karriere, Gesundheit) Derzeit gebräuchliche Trägermedien (früher auch Tonträger genannt) sind Compact Cassette, CD und DVD. Durch die Speicherung in digitalen Formaten sind Hörbücher auch über das Internet erhältlich. Hörbücher im MP3-Format können mit einem portablen MP3-Player abgespielt werden. Mit der Funktion "Resume" kann bei MP3-Playern sekundengenau an der Stelle weiter gehört werden, an der zuvor der Player ausgeschaltet wurde. Mit "Titelresume" muss der Hörer dagegen das Stück vom Beginn des Tracks erneut anhören. Der Begriff Hörbuchverlag beschreibt ein Unternehmen, welches seine Kernkompetenz in der Veröffentlichung von Hörbüchern und Hörspielen sieht. Das Hörspiel ist die erste originäre Kunstform, die das Radio hervorgebracht hat, später folgte das Feature. Während das Feature einen eher dokumentarischen Charakter hat, handelt es sich beim Hörspiel in der Regel um die Inszenierung von fiktionalen Texten. Die Entwicklung des Hörspiels ist eng mit der Geschichte von Theater und Film verbunden. Das Hörspiel als dramatisierte Inszenierung mit verteilten Sprecherrollen ist im deutschen Sprachraum besonders populär. Hörspielproduktionen sind Teamarbeit, auch wenn, im Gegensatz zum Film, beim Hörspiel oft nur der Autor (s. Hörspielautor) als Urheber genannt wird. Der Autor schreibt in Zusammenarbeit mit einem Dramaturgen oder Redakteur den Text, der - in der Regel - die Grundlage für die Hörspielproduktion darstellt (Produktionsmanuskript). Das eigentliche Stück, das später im Radio gesendet oder als Hörbuch vertrieben wird, ist eine Inszenierung, die maßgeblich durch den Regisseur und die beteiligten Schauspieler geprägt ist. Oft wird der Text dabei umgearbeitet. (Die endgültige Fassung, die dem Wortlaut des Stückes entspricht, nennt man Sendemanuskript oder Kontrollexemplar.) Außerdem sind an einer Hörspielproduktion in der Regel zwei Tontechniker (Ton und Schnitt) und ein Regieassistent beteiligt. Für große Produktionen, wie in Otherland, der größten Hörspiel-Produktion der Radiogeschichte, werden häufig auch ein Komponist und Musiker engagiert. Das Originalton-Hörspiel verwendet ausschließlich direkt aufgenommenes akustisches Material, das der gewollten Aussage des Stückes gemäß montiert wird, wobei der Übergang zum O-Ton-Feature fließend ist. Neben dem Kurzhörspiel, das sich in erster Linie durch seine Länge von einem "normalen" Hörspiel unterscheidet, hat sich in den letzten Jahren in der deutschen Radiolandschaft das Genre des Hörstücks etabliert. Mit diesem Begriff werden Stücke mit einer Länge von bis zu 3 Minuten bezeichnet, die in der Regel keine Geschichten erzählen, sondern Höreindrücke, Stimmungen und Atmosphären vermitteln. Hörstücke verwenden in der Regel die Collage-Technik. Das Hörspiel ist ein eigenständiges literarisches Genre, vergleichbar mit Begriffen wie "Roman" oder "Novelle". Da in den 70er-Jahren der Ausdruck "Hörspielkassette" (heute sprich man von Hörbuch) populär wurde, wird das Hörspiel oft mit einer Publikationsform verwechselt. Die Form, in der ein Hörspiel publiziert wird, hängt davon ab, ob es sich um die Inszenierung oder die reine Textfassung (das Sendemanuskript) handelt: Die Inszenierung wird vor allem im Radio oder (pseudo-)live vor Publikum aufgeführt und ist als Hörbuch im Handel erhältlich. Die Textfassung erscheint gedruckt in Buchform, wie es vor allem in den 50er- und 60-er Jahren populär war. Außerdem gibt es noch den Spezialfall der "richtigen" Live-Aufführung, wenn populäre Hörspielreihen wie Die drei ??? mit Sprechern auf einer Bühne aufgeführt werden. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Theateraufführung. Die älteste Auszeichnung für deutschsprachige Hörspiele ist der seit 1952 jährlich verliehene Hörspielpreis der Kriegsblinden. 1987 ist als zweite, nicht weniger bedeutende Auszeichnung das Hörspiel des Jahres hinzugekommen. Weitere nationale und internationale Hörspielpreise, siehe: Hörspielpreis. Ein Hörbuch ist ein Tonträger, auf dem Wortproduktionen (im Gegensatz zu Musikproduktionen) publiziert werden. In den 1970er- und 80er-Jahren sprach man von der "Hörspielkassette"; seltener auch von HÖRBÜCHER : "Sprechplatte". Hörspiel Mitte der 90er-Jahre kam der englische Ausdruck "Audiobook" auf, der später durch "Hörbuch" ersetzt wurde. Die engere Definition zählt zum Hörbücher nur einen von Menschen gesprochenen Text, bei dem, im Gegensatz zu Hörspielund künstlerischem Feature, allein dem gesprochenen HÖRBÜCHER : Wort die tragende Rolle zukommt. Musik und Geräusche dienen allenfalls der Untermalung. Das Hörbuch lässt die alte Tradition des Erzählens wieder aufblühen, die durch die Erfindung der Drucktechnik zurückgedrängt wurde. Das geschriebene Wort war zwar der Interpretation des Sprechens beraubt, hatte dafür HÖRBÜCHER : aber den Vorteil, jederzeit verfügbar zu sein. Erst die Erfindung von Tonträgern wie der HÖRBÜCHER : Schallplatte konnte diese Entwicklung teilweise wieder umkehren. Ein Hörbuch lebt von der Stimme des Sprechers/der Sprecherin. Die Stimme kann den Zuhörer fesseln, bei der Hand nehmen, faszinieren. Der Sprecher ist der Vermittler zwischen Text und Hörer. Die Kategorien des Hörbuchs sind denen des Buches HÖRBÜCHER : entlehnt. Es gibt Hörbücher für Kinder und Jugendliche, religiöse Produktionen sowie Sachbuch-Tonträger und LiteraturTonträger. Im weiteren Sinne werden auch Hörspiele, Features, Reiseberichte, historische HÖRBÜCHER : Dokumente (Reden, Stimmporträts) und Aufnahmen aus dem Bereich der Kleinkunst (Humor, Satire, Kabarett) zum Hörbuch gerechnet. Derzeit gebräuchliche Tonträger sind Compact Cassette, Compact HÖRBÜCHER : Disc CD und DVD. Durch die Speicherung in digitalen Formaten sind Hörbücher auch über das Internet erhältlich. Wer Ohren hat zu hören Der Hörbuchmarkt boomt. Allerdings unterscheidet sich das Angebot in Art und Aufbereitung. Eine Einführung. Der Hörbuchmarkt - so neu er im Grunde HÖRBÜCHER : immer noch ist - wird allmählich unübersichtlich. Rund 10000 lieferbare Titel gibt es derzeit, Tendenz steigend So bietet zum Beispiel Hörbücher mit klassischer Literatur zum kostenlosen Download an. Hörbücher werden in der Regel von spezialisierten Hörbuchverlage herausgegeben. Hardware HÖRBÜCHER : Hörbücher sind, sofern sie im MP3-Format vorliegen, besonders komfortabel mit einem portabelen MP3-Player abzuspielen. Eine Funktion die dabei von Vorteil ist, ist Resume. Dies gibt es leider in zwei Varianten. Sekundengenaues Resume ermöglicht, an genau der Stelle fortzusetzen, an der der Player HÖRBÜCHER : ausgeschaltet wurde. Titelresume hingegen ist nicht empfehlenswert, weil man das Stück vom Beginn des Tracks erneut anhören muss. Ein weiteres Kriterium ist die sogenannte Bookmark Funktion. Diese ist HÖRBÜCHER : leider nicht sehr weit verbreitet. Damit kann man in einem Hörbuch (oder z.B. einem Livemitschnitt eines Konzerts) Lesezeichen setzen, die man bequem ansteuern kann. Sachhörbuch Ohne die ARD-Anstalten sind auch Sachhörbücher mit Originalaufnahmen kaum denkbar. Die ARD-Archive HÖRBÜCHER : bieten eine schier unendliche Fülle an Originaltönen aus dem 20. Jahrhundert. Seit Beginn des Radiozeitalters in den 20er Jahren hat der Rundfunk dem Volk aufs Maul geschaut, hat HÖRBÜCHER : nicht nur Politikerreden aufgenommen, sondern etwa auch die Meinung von Trümmerfrauen archiviert, Betroffene nach dem Mauerbau befragt oder die Freudenschreie der HÖRBÜCHER : Menschen bei der Wiedervereinigung auf Band gebannt. Diese Stimmen und Geräusche im Originalton zu hören, kann Geschichte mitunter lebendiger nahe bringen als manches Buch. Sein „Mephisto“ hat ihn unsterblich gemacht, aber Gründgens hat viel mehr zu bieten. Das HÖRBÜCHER : Schallarchiv, in dem neben seinen Theater- und Hörspielrollen auch Chansons sowie Vorträge und Reden versammelt sind, ist eine Fundgrube für alle kulturell Interessierten. Kabarett HÖRBÜCHER : Lebendigkeit, Publikumsnähe - das zeichnet auch die Kabarettaufnahmen aus, die fast ausnahmslos live vor Publikum aufgenommen werden. Die beliebten Kabarettisten noch einmal zu Hause zu hören, auch dies macht das Hörbuch möglich. Schmunzeln, mitkichern, ablachen, schlapplachen - alles ist drauf, alles ist möglich mit diesem Best of-Querschnitt deutscher HÖRBÜCHER : Kabarettkunst. Hören in einem Zug Über Berg und Tal. Durch eintönige, scheinbar endlose Ebenen. Ans Meer. Jede Bahnstrecke hat ihre Reize. Mit dem passenden Hörbuch als HÖRBÜCHER : Reisebegleiter allemal. Auch wenn so mancher Kernphysiker behauptet, das Beamen sei irgendwann machbar, noch sind wir auf herkömmliche Fortbewegungsmittel angewiesen. Auf HÖRBÜCHER : den Zug zum Beispiel. Und was kann man darin tun? Gucken, zum Beispiel. Sich unterhalten. Essen. Arbeiten. Wieder essen. Telefonieren. Dafür böse Blicke einfangen. Lesen. Einschlafen. Hören. Hinhören. Sich hineinhören in Welten, die bunter, spannender, erregender sind, als es die Realität zwischen Bordtoilette und Speisewagen je sein könnte. Wir sind exemplarisch 15 HÖRBÜCHER : Strecken in Deutschland und Europa abgefahren und haben passend nach Landschaft und Reisezeit die Hörbuchproduktionen durchlauscht. Von Erlebnissen auf seinen HÖRBÜCHER : Lesereisen kreuz und quer durch Deutschland erzählt Dieter Hildebrandt während seines Auftritts in einer Kölner Buchhandlung.

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